Rock Hard Festival 2017

Freitag – Tag Eins
Das Rock Hard Festival beginnt, natürlich wie jedes jahr an einem Freitag, und diesmal bei bestem Wetter -perfekter Start in ein gediegenes Festival Wochenende.
Traditionell eröffnen seit einigen Jahren Heimische Thrash Combos unser Lieblingsfestival – so auch dieses jahr in Person von DUST BOLT, die trotz der Hitze ein beeindruckendes laufpensum absolvieren.

Die nächten 45 Minuten gehören dann ROBERT PEHRSONS HUMBUCKER – Schwedischer Hardrock der alten Schule, beschaulich und unaufgeregt, also bestens geeignet um sich ein wenig zu entspannen.

Entspannung und MANTAR sind zwei Dinge die sich kategorisch ausschliessen. Uverständlicherweise hat man die beiden wütenden Protagonisten mit ihrem düsteren Sludge Doom Metal sehr früh im Billing platziert, so das die sehr intensive und düstere Mucke nicht so richtig ihre Wirkung entfalten kann.

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Das komplette Gegenteil gibts dann mit denDEAD DAISIES – Spielfreude ohne bute Bändchen und Tücher – dafür mit ner ganzen Menge Drive und Bart im Gesicht von Sänger Corabi.

Laaaaangsam und doomig gehts weiter, und zwr mit den Doom Urviechern von CANDLEMASS die bereits das zweite Mal in Gelsenkirchen zu Gast sind. Stimmlich kommt der neue Mann am Mikro zwar nicht 100% an Klut Fronter Messiah ran, aber wer derart kultiges Material im Gepäck hat , der hat eigentlich schon gewonnen.

Wiederholungstäter in Sachen Gelsenkirchen sind auch die gefühlt an jeder Ecke spielenden BLUES PILLS. Musikalisch ist auch Anno 2017 natürlich alles wieder im grünen Bereich, aber irgendwie hat sich der Inovations und Überraschungsbonus schon leicht abgenutzt – trotzdem ein würdiger Freitagsheadliner!

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Samstag – Tag Zwei

Aufgrund der Geschenisse am Vortag bei Rock am Ring geht der Einlass um einiges später los als eigentlich angekündigt – doch davon lässt man sich nicht die Laune vermiesen und erfreut sich an den ersten Noten der Briten von MONUMENT die nicht nur gesanglich an Maiden in Ihren besten jahren erinnern.

KETZTER waren mir bis dato nicht geläufig – eher langweiliger Death Metal von der Stange.

Mehr Abwechslung gabs dann bei THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA , dem nebenprojekt von Soilworks Björn Strid. Das ganze wirkt allerdings eher wie eine seit Jahren eingespielte Band. Hier steht wie gesagt Abwechslung an erster Stelle dafür sorgt eben die Interessante Melange aus 70er Stoff ala Toto oder Supertramp mit Metalspitzen.

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SKYCLAD einzuladen war längst überfällig – 2017 wurden dann meine Gebete erhört und die Briten verpflichtet. Leider Krnakheitsbedingt ohne Geigerin. Das ganze taut aber der grandiosen Stimmung keinen Abbruch, verwandelt man doch bereits mit dem 3. Song das Ampfitheater in einen einzigen pogenden und tanzenden Pub.

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Pünktlich mit den ersten Regentropfen des Wochenedes entern ASPHYX die Bühne. Auf dem Programm steht arschtrockener Death Metal der alten Schule – nicht besonders spannnend Anno 2017, dafür aber ziemlich effektiv.

Mehr Crowdsurfer als Regentropfen gibts anschliessend bei EXODUS. Die Thrash Veteranen aus der bay Area machen direkt von Minute Eins an keine Gefangenen, und die Gitarristen rennen Gräben in den Bühnengraben. Totaler Abriss.

Zum gefühlt 10. mal sind D.A.D wieder am Start. Meinetwegen jedes Jahr. Alleine die Kostümkreationen des Bassisten lohnen den Eintritt, und das wie immer originelle Bühnenbild sowieso. Anno 2017 verwandelt man die Bühne mal eben in ein überdimensionales Wohnzimmer. Für mich der einzig wahre Headliner.

 

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Das genaue Gegenteil der dänischen Lebensfreude bringen dann BEHEMOTH auf die Bühne. Musikalisch ist das ja alles soweit in Ordnung, aber ansonsten ist das ganze eher Behäbig – ja fast Standfussball.

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Sonntag – Tag drei

 

Bei NIGHT DEAMON fühlt man sich direkt von Sekunde Eins an wie Zuhause. Die Herren klingen wie altgediente NWOBHM Recken, sind aber noch ziemlich am Anfang Ihrer Karriere. ganz starker Opener.

 

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Das RH-Festival ist ja bekannt für seine durchaus kreativen Ansätze Abwechslung ins Festival Line Up zu bringend. Das ist auch diesaml wirklich gelungen in Form der kanadiere BLOOD CEREMONY. der wirklich originelle 70er Rock mit schwereb Sabbath Riffs und Querflöte kommt allerdings nur bei einem kleinen Teil des Publikums wirklich an.

Geradliniger gehts dann bei SECRETS OF THE MOON zu. Verspielter, technisch sauberer Black Metal. Trotz Tagesbeleuchtung kommt das ganze ziemlich intensiv rüber.

Die folgenden DEMON waren mir bis dato kein Begriff – die Briten liefern leider eher schläfrigen, behäbigen Hard Rock ab. Eher ne Band um sich zum Bierstand zu begeben.
Wesentlich Prominenter gehts dann mit ROSS THE BOSS weiter. Der ehemalige Manowar Saitenhexer legt direkt furios mit einem flotten “Blood of teh Kings” los. Sänger Marc Lopes steht seinem grossen Vorbild Eric Adams in nichts nach – hier sitzt jede Gesangsnote. Selbst bei “Kill with Power” passen auch die hohen Töne – als Rausschmeisser gibts dann das kultige “Hail and Kill” alles richtig gemacht.

Eher zurückhaltender agieren dann FATES WARNING. Komplett überfälliger Abstecher nach Gelsenkirchen, der mich schwer begeistert hat, obwohl ich kaum Songs der Band kenne.

 

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Nur mit alten Accept Kamellen kann man 2017 niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Steile These die UDO DIRKSCHNEIDER von Anfang an wiederlegt. Über Nackenbrecher wie Breaker oder Fast as a Shark muss man eigentlich keine Worte mehr verlieren. Teilweise erinnert die Choeographie an alte Accept Tage, das Gesamtpacket wirkt allerdings überaus Spontan und locker auch der immerhin auch fast 70 Jährige UDO ist bei bester Stimme.

 

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Nun ja , so ganz Metal und Rock Hard Festival Kompatibel sind ja die letzten Scheiben von Opeth ja nicht mehr. Die Musikalische Klasse scheint aber trotzdem immer noch genug Leute ins Rund des Amphitheaters zum Hauptact zu ziehen. Die ganze Darbietung wirkt Rund und routiniert, wobei Meister Akkerfeld zwischendurch mit seinen humorigen und spontanen Ansagen glänzt. Auch in Sachen Songauswahl werden eigentlich alle Fans alle bandphasen bestens bedient. Würdiger Headliner.
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Fotos Gibts wie immer hier: